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Hamster beißt - Ursachen und Abhilfe

Der Hamster beißt - Warum?

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Es muss schon einiges passieren, damit ein Hamster beißt, denn er versucht sich hiermit in der Regel zu verteidigen. Dennoch kann es auch bei der Heimtierhaltung zu Beißattacken des Hamsters kommen.

Wir möchten Ihnen erklären, warum der Hamster beißt und wie Sie hiergegen vorgehen können.

Warum beißt mein Hamster überhaupt?

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen ein Hamster beißt. Hierzu gehören beispielsweise Stress und Angst, aber auch schmerzhafte Krankheiten. Ehe Sie etwas gegen das Beißen unternehmen können, müssen Sie also die Ursache herausfinden.

Unser Tipp

Nicht Sie entscheiden, ob Sie den Hamster auf die Hand nehmen können. Der Hamster wird dies entscheiden und dann ggf. freiwillig zu Ihnen kommen.

Finden Sie heraus, ob der Hamster Angst oder Stress hat

Auslösende Faktoren für Angst und Stress könnten beispielsweise falsche Haltungsbedingungen sein. Wird der Hamster während seiner Ruhezeiten, die überwiegend tagsüber sind, ständig gestört, bekommt er automatisch weniger Schlaf. Dies führt zu Stress. Kommt es obendrein zu einer Störung durch andere Haustiere, wie beispielsweise Hunde oder Katzen, kann der Hamster eine starke Angst entwickeln. Das kann übrigens auch passieren, wenn er von Kindern als Spielzeug verwendet wird. Deshalb sollten Sie immer darauf achten, dass der Hamster in Ruhe und Frieden leben kann.

Unser Tipp

Kinder unter 12 Jahren sollten niemals mit einem Hamster allein gelassen werden.
Hamster hat Angst

Auch ein unpassender Standort des Käfigs kann Stress auslösen. Zugluft und permanenter Lärm wirken sich negativ auf die Psyche des Nagers aus. Ein Zimmer, in dem permanent ein lauter Fernseher läuft, ist daher nicht der passende Ort, um den Hamsterkäfig aufzustellen.

Das Zusammenleben mit Artgenossen kann in einem Nager ebenfalls zu panischer Angst führen und für Stress sorgen. Hamster sind von Natur aus Einzelgänger und sollten nicht in einer Gruppe oder als Pärchen gehalten werden. Auch wenn sie auf den ersten Blick harmonisch miteinander leben, weil sie sich nicht gegenseitig attackieren, werden sie instinktiv immer Revierkämpfe durchführen und innerlich stark angespannt sein.

Bekommen die Tiere zu wenig Auslauf, was gerade bei zu kleinen Gehegen wahrscheinlich ist, besteht ebenfalls ein hohes Stressrisiko.

Ist der Hamster möglicherweise krank?

Wenn sich Ihr Hamster bisher problemlos anfassen lies, Sie nun aber plötzlich anfaucht oder beißt, ist davon auszugehen, dass er Schmerzen hat. Diese können durch ein zu festes Zupacken Ihrerseits und natürlich durch Krankheiten ausgelöst werden.

Ein weiteres Anzeichen für eine Erkrankung ist es, wenn der Hamster sich plötzlich zurückzieht. War er sonst aktiv und hat gerne gespielt und ist er dies nun nicht mehr, müssen Sie leider davon ausgehen, dass er krank ist.

Hamster zieht sich zurück

Der Hamster hat seinen eigenen Kopf

Ein weiterer Grund, weshalb ein Hamster beißt, kann natürlich auch darin bestehen, dass Sie seinen Willen nicht akzeptieren.

Hamster haben ihren eigenen Kopf. Wenn Sie mit Ihrem Nager spielen möchten, er dies aber aus irgendeinem Grund nicht möchte, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass er Sie beißt.

Auch hier geben wir zu bedenken: Hamster sind keine Spielzeuge sondern Lebewesen. Wenn Sie dies stets beachten und den Nager mit dem nötigen Respekt behandeln, wird er Sie normalerweise nicht beißen.

Das können Sie unternehmen, wenn Ihr Hamster beißt

Wenn der Hamster aufgrund von Schmerzen beißt, ist die Sache klar. Er gehört zu einer Untersuchung zum Tierarzt, damit seine Schmerzen gelindert werden können.

Beißt er hingegen aus Stress oder Angst, haben sich die folgenden Vorkehrungen bewehrt:

  • Sorgen Sie dafür, dass der Hamster tagsüber – also während seiner Ruhezeit, denn Hamster sind nachtaktiv – möglichst viel Ruhe bekommt. Richten Sie das Gehege an einem Ort ein, an dem keine spielenden Kinder und kein laufender Fernseher die „Nachtruhe“ des Nagers stören.
  • Achten Sie darauf, dass andere Haustiere dem Gehege nicht zu nahe kommen.
  • Lassen Sie Ihre Kinder niemals mit dem Hamster alleine.
  • Akzeptieren Sie, wenn der Hamster nicht spielen möchte.
  • Sorgen Sie unbedingt für ausreichend Auslauf sowie ein optimal eingerichtetes Gehege. Der Hamster muss spielen und sich ausreichend bewegen können, damit der Stress merklich nachlässt.
  • Knabbert der Hamster am Gitter, tauschen Sie das Gehege gegen ein Aquarium aus.
  • Halten Sie niemals zwei oder mehr Hamster in einem Gehege. Achten Sie auch darauf, nicht mehrere Gehege direkt nebeneinander aufzustellen.
  • Wenn der Hamster Sie gebissen hat, halten Sie sich zunächst ein paar Tage vom Käfig fern und nähern Sie sich dann mit leiser Stimme wieder, ohne aggressiv zu wirken. Ihr Hamster wird Sie niemals mit Absicht verletzen. Es ist wichtig, dass Sie dies verstehen.

Was tun, wenn ein neu gekaufter Hamster beißt?

Auch dies kann natürlich passieren, denn der Stress, der am Tag der Anschaffung herrscht, ist für den Hamster extrem hoch. Außerdem kann es in einigen Fällen leider vorkommen, dass der Hamster bereits krank ist und durch das Beißen auf seine Schmerzen aufmerksam machen will.

Neuer Hamster beißt

Am Tag des Einzuges und in der gesamten Woche danach, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Bereiten Sie das Gehege bereits auf die Ankunft des Nagers vor. Geben Sie die Einstreu sowie ausreichend Futter und Wasser hinein und prüfen Sie, ob alle Einrichtungsgegenstände sicher und funktionstüchtig sind.
  • Transportieren Sie den Hamster in einem geeigneten Behältnis und fahren Sie auf dem kürzesten und stressfreiesten Weg nach Hause.
  • Setzen Sie den Hamster ohne großes Theater in sein neues Gehege um und verlassen Sie den Raum. Sprechen Sie nicht mit dem Tier und sorgen Sie dafür, dass sich an den ersten beiden Tage nach der Ankunft des Hamsters alle Familienmitglieder und Haustiere vom Nager fernhalten. Er braucht jetzt erst einmal Zeit, um sich an sein neues Zuhause zu gewöhnen und dieses zu erkunden.
  • Am zweiten Tag nach dem Kauf können Sie sich bereits langsam durch den Raum bewegen und etwas erzählen. Nähern Sie sich jedoch nur kurz dem Käfig, um dem Hamster mit frischem Futter und Wasser zu versorgen. Sprechen Sie mit einer leisen, beruhigenden Stimme.
  • In den nächsten Tagen können Sie sich dem Gehege immer wieder nähern, ohne den Hamster zu beachten. Dies gibt ihm etwas mehr Sicherheit, dass er Ihnen vertrauen kann. Auch die anderen Familienmitglieder sollten ihn zunächst „ignorieren“.
  • Fühlt sich der Hamster sichtlich wohl und flüchtet er nicht mehr, wenn Sie sich dem Käfig nähern, können Sie ihn langsam in seinen Auslauf entlassen. Von diesem Punkt aus ist es nur noch ein kleiner Weg, bis Sie ihm mit einem Leckerli anlocken und ihn ggf. sogar auf die Hand nehmen können.

Diese Maßnahmen reichen in der Regel aus, damit der Hamster sich an Sie gewöhnt und das Beißen ganz schnell der Vergangenheit angehört.

Futter von der Hand anbieten

Tut sich nach einigen Tagen nichts und ist das Tier nach wie vor aggressiv gegenüber Ihnen, besuchen Sie am besten mit dem Nager einen Tierarzt, um auszuschließen, dass er krank ist.

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