Welcher Käfig ist der richtige für meinen neuen Hamster? Welche Arten es gibt und was Sie beim Hamsterkäfig Kaufen beachten sollten, erklären wir Ihnen nachfolgend.
Welche Hamsterkäfige gibt es?
Im Handel werden verschiedene Hamsterkäfige angeboten. Wir gehen auf die Unterschiede ein und erklären die jeweiligen Vor- und Nachteile.
Unsere Top 3-Empfehlungen für Holzkäfige
Von mehreren hundert Hamsterkäfigen haben wir diese drei als am besten geeignet bewertet:
Hamsterkäfig aus Holz
Hamsterkäfige aus Holz werden im Handel angeboten, können aber auch jederzeit individuell angefertigt werden. Sie bestehen aus einem natürlichen Material und können flexibel eingerichtet werden, da Einrichtungsgegenstände problemlos angeschraubt oder geklebt werden.
Holzkäfige verfügen oft über eine Rückwand aus Holz, während die Seitenwände und die vordere Wand verglast sind. Das Dach kann aus einem Gitter sein, sodass ausreichend Luft ins Innere gelangt.
Unser Tipp
Wenn Sie den Holzkäfig selbst bauen möchten, können Sie diesen flexibel an die Zimmerecke anpassen, in welcher er später aufgestellt werden soll.Vorteile des Holzkäfigs
Die größten Vorteile des Holzkäfigs bestehen darin, dass es sich um ein natürliches und somit unbedenkliches Material handelt, sofern es nicht beschichtet wurde und, dass der Hamster nach Herzenslust buddeln kann, ohne dass Einstreu hinausfällt.
Durch die verglasten Elemente haben Sie die meiste Zeit einen hervorragenden Blick auf Ihr neues Haustier und es kann nicht ausbrechen oder steckenbleiben.
Nachteile des Holzkäfigs
Nachteile sind, dass der Käfig schwer und unhandlich ist. Außerdem nehmen Sie den Hamster von oben aus dem Käfig, sodass es sein kann, dass er sich erschrickt.
Vor- und Nachteile des Holzkäfigs auf einen Blick
- Natürliches Material
- Hamster kann nach Herzenslust buddeln
- Einstreu kann nicht hinausfallen
- Gute Sicht auf den Hamster
- Kein Ausbrechen oder Steckenbleiben möglich
- Schwer und unhandlich
- Auf gute Belüftung muss aktiv geachtet werden
- Das Tier muss von oben herausgenommen werden
Für welche Arten eignet sich der Holzkäfig?
Ein solcher Käfig eignet sich generell für alle Hamsterarten, denn er fördert den natürlichen Trieb der Nagetiere.
Der geschlossene Käfig
Geschlossene Käfige bestehen meist aus Glas und werden daher auch als „Terrarium“ oder „Nagarium“ bezeichnet. Es werden auch Produkte angeboten, deren Grundgerüst aus Holz besteht, welches mit großzügigen Fenstern ausgestattet wurde.
Die Vorteile des geschlossenen Käfigs
Sie können eine sehr dicke Schicht Einstreu oder Sand in den Käfig geben, sodass der Hamster nach Herzenslust buddeln kann. Gleichzeitig wird die Einstreu nicht den Raum verschmutzen und Sie können den Hamster jederzeit beobachten.
Die Nachteile des geschlossenen Käfigs
Als nachteilig erweisen sich beim geschlossenen Käfig die mangelnde Luftzirkulation und der Umstand, dass der Käfig sehr schwer und unhandlich ist.
Sie müssen zudem von oben in den Käfig hineingreifen, wenn Sie das Tier herausnehmen möchten. Das kann den Hamster verschrecken.
Vor- und Nachteile des geschlossenen Käfigs auf einen Blick
- Ausreichend Platz zum Buddeln
- Die Einstreu verschmutzt den Raum nicht
- Sie können den Hamster jederzeit beobachten
- Mangelnde Luftzirkulation
- Käfig ist schwer und unhandlich
- Der Hamster muss von oben herausgenommen werden
Für welche Arten eignet sich der geschlossene Käfig?
Geschlossene Käfige erweisen sich vor allem für kleine Zwerghamster-Arten wie beispielsweise den Roborowski Zwerghamster als richtige Entscheidung. Sie gelten zum einen als ausbruchssicher und können zum anderen mit Buddelsand befüllt werden.
Warum Gitterkäfige für Hamster ungeeignet sind – kurz & verständlich
Gitterkäfige wirken praktisch, sind für Hamster aber keine gute Wahl. Sie schränken das natürliche Verhalten stark ein und können sogar gesundheitliche Probleme verursachen.
Zu wenig Platz & falsche Umgebung
Hamster brauchen viel Raum und vor allem tiefe Einstreu, um zu graben. In Gitterkäfigen ist das kaum möglich, da die Wannen zu flach sind und Streu herausfällt. Dadurch kann der Hamster sein natürliches Buddelverhalten nicht ausleben.
Verletzungsrisiko durch das Gitter
Beim Klettern an den Stäben können Hamster abstürzen oder mit den Pfoten hängen bleiben. Da sie keine Klettertiere sind, ist das eine unnatürliche und gefährliche Situation.
Stress & Verhaltensstörungen
Das typische „Gitterknabbern“ ist kein normales Verhalten, sondern oft ein Zeichen für Langeweile, Stress oder schlechte Haltung. Ein zu kleiner oder reizloser Käfig fördert solche Probleme.
Gefahr auszubrechen
Besonders kleine Hamsterarten können sich durch die Gitterstäbe zwängen und entkommen – selbst bei scheinbar passenden Käfigen.
Das sollten Sie beachten, wenn Sie einen Hamsterkäfig kaufen
- Wirkt der Käfig solide und sicher?
- Bietet der Käfig eine Grundfläche von mindestens 120 cm x 60 cm (0,72m²) für Gold und Teddihamster und 100 cm x 60 cm oder 120 cm x 50 cm (0,6 m²) für Zwerghamster?
- Hat der Hamster ausreichend Kletter- und Buddelmöglichkeiten?
- Stehen die Einrichtungsgegenstände sicher?
- Besteht die Möglichkeit, den Käfig nach vorn zu öffnen, sodass Sie nicht zwangsweise von oben hineingreifen müssen?
- Ist die Wanne hoch genug, damit der Hamster nach Herzenslust buddeln kann?
- Besteht der Käfig aus unbehandelten Materialien?
Unser Tipp
Ehe Sie sich für ein Modell entscheiden, sollten Sie zudem überprüfen, ob Sie es problemlos reinigen können. Alle Ecken sollten jederzeit zugänglich sein.Nachdem der Hamsterkäfig ausgesucht und gekauft wurde kann man sich mit der artgerechten Einrichtung beschäftigen.

